Professionelle MOTIVation sogenannter „schwieriger“ Klienten zur Kooperation

Im Alltag sozialer Arbeit sehen wir uns täglich mit der inneren Ambivalenz unserer Klienten konfrontiert. Neben neugierigen und hilfebejahenden Anteilen reagieren diese auch mit widerständigem Verhalten auf unsere Hilfsangebote. Klienten haben viele „gute Gründe“, sich Beratung oder Hilfe zu entziehen.

Für helfende Fachkräfte bedeutet das eine besondere Herausforderung: Wie gehe ich professionell mit den widerständigen Seiten der Klienten um und wie „gewinne“ ich mein Gegenüber zur Zusammenarbeit? Was sind seine MOTIVe für oder gegen Kooperation?

Inhalt
Praktische Methoden und Erkenntnisse sowohl aus der Motivierenden Gesprächsführung als auch aus der Systemischen Beratung sind hilfreich bei der professionellen Einladung ambivalenter oder ablehnender Klienten. Sie geben uns Möglichkeiten der eigenen Wirksamkeit an die Hand und machen ein Einlassen der Klienten wahrscheinlicher. Diese Interventionsmöglichkeiten werden vorgestellt und in praktischen Simulationen eingeübt.

Ziele und Kompetenzerwerb
Die Teilnehmenden erweitern ihre professionellen Möglichkeiten und verfeinern ihre Gesprächsführungskompetenz. Sie kennen und nutzen ihre Möglichkeiten und akzeptieren vorhandene Restriktionen für den Umgang mit gering motivierten Klienten.
Sie erkennen Situationen, die dazu einladen, dass der/die Helfende mehr Engagement zeigt als der Klient und steuern einer einseitigen erschöpfenden Arbeit frühzeitig entgegen. Dadurch erfahren sie nachhaltig Entlastung und Klarheit.
Ihre wachsende Sensibilität für eine reflektierte Gestaltung der Helfer-Klient-Beziehung wirkt sich auch auf Ihre Tätigkeit mit eher motivierten Klienten aus. – Ein wichtiger Background für alle, die Menschen beraten und begleiten, wenn man bedenkt, dass aktuelle Wirksamkeitsforschungen zeigen, dass 70% des Beratungserfolges auf Beziehungsgestaltung basieren.